"Pädagogisch inkorrekt: Erziehungsnotstand in Deutschland. Ursachen und Lösungen"
ist im März 2009 in meinem eigenen Verlag - KuK-Verlag Leipzig - erschienen.
"Ich meine ja nicht, dass man alles schlucken muss, aber was wir heute erleben – Eltern haben nichts zu sagen, Polizisten haben nichts mehr zu sagen, alle Institutionen, die das gemeinsame Leben regeln und mitgestalten, sind machtlos. Das ist für mich unerträglich. Sie gehen um zwanzig vor acht an einer Schule vorbei, Zwölfjährige paffen, es kommt eine Streife vorbei und keiner sagt: Du, steig mal ins Auto, 20 Euro Strafe. Wir gucken zu, wie unsere eigenen Kinder verrotten, verrohen und verblöden.“
Schauspieler Dominique Horwitz in der Berliner Zeitung vom 12. Mai 2007
Das ist die Ausgangslage - ich beschreibe sie ohne politisch oder moralisch korrekte Vorbehalte. Eine pädagogische Offensive ist die einzige mögliche Lösung. Ich skizziere sie in politischer und gesellschaftlicher Sicht noch schärfer und deutlicher als in meinen beiden vorhergegangenen Büchern.
Die 1. Auflage - 500 Stück - ist fast verkauft. Im April erscheint eine zweite, verbesserte; insbesondere habe ich die Schrift vergrößert und aus 76 Seiten werden so 98.
Das Buch können Sie links im Kasten über die Rubrik "Bücherbestellung" kaufen. Ich danke Ihnen für Ihr Interesse und Ihr Vertrauen.
Ich würde gern den einen oder anderen Gedanken, der mir bemerkens- und nachdenkenswert erscheint, in einem handlichen Buch in verschiedenen Beiträgen nachvollziehen.
Das können Sie jetzt. Mein Buch mit 55 Kolumnen von insgesamt inzwischen über 200 ist erschienen. Ich habe den überarbeiteten Kolumnen ein bisher unveröffentlichtes Kapitel „Was Kinder brauchen“ vorangestellt. Es handelt sich dabei um neun kurzgefasste Punkte, die als Gedankenkonzentrat allen meinen Kolumnen zugrunde liegen, sozusagen ihre Erziehungsphilosophie ausmachen:
1. Kinder brauchen starke Eltern. Die Eltern sind der Boss. Das Lebensgefühl der Kinder, ein Gefühl von Sicherheit oder Verunsicherung hängen davon ab. Natürlich können Eltern mit einer solchen Erziehungsmaxime nicht „mittendrin“ plötzlich anfangen. Sie müssten anhalten auf ihrem Lebensweg, sich untereinander gründlich verständigen und prüfen, was davon in einer konkreten Situation – noch? – realisierbar ist.
2. Kinder brauchen seelische Wärme, ein optimistisches Gefühl der Lebenshoffnung: „Es gibt einen Weg, der weiter führt, und wir werden ihn zusammen finden.“ Alles hat seinen Sinn, und es fügt sich zum Guten, wenn wir es nur mit einem Gefühl der Liebe annehmen können.
3. Kinder brauchen klare Regeln und Erwartungen, an denen sie sich orientieren und „hochhangeln“ können. Verfahren werden wir uns auf der Straße des Lebens sowieso, da sollte wenigstens die Landkarte eindeutig sein.
4. Kinder brauchen ganze Sachen. Wenn es etwas Wichtiges zu bereden gibt, dann nicht zwischen Tür und Angel, mit Fernsehen und Radio im Hintergrund, sondern: Wir suchen uns einen ruhigen Platz und vergewissern uns der aufgebauten Beziehung: „Ich bin jetzt nur für dich da!“ – „Bist du auch da?“ – „Meine Ohren stehen auf Empfang für dich, deine auch für mich?“
5. Kinder brauchen Eltern, die füreinander die „Nummer 1“ sind: Die Elternbeziehung ist das primäre Fundament der Mutter-Kind und der Vater-Kind-Beziehung, genauso wie die Lehrer-Lehrer-Beziehung die Grundlage der Lehrer-Schüler-Beziehungen ist.
6. Kinder brauchen Ermutigung und Bestärkung wie wir alle. Wir wollen erkannt und anerkannt sein. Wir brauen Momente, in denen unsere Lieben voll und ganz bei uns und mit uns sind. Wenn Eltern „freiwillig“ solche Gelegenheiten erkennen, einhundertprozentig für ihre Kinder da zu sein, müssen diese solche Situationen nicht erzwingen, indem sie Schwierigkeiten machen.
7. Kinder brauchen schon früh im Familienalltag Gelegenheiten, selbst etwas praktisch bis zu Ende zu erledigen. Das Körperliche, das eigene praktische Erleben und Tun, kommt beim Wachsen der Seele vor dem Geistigen, vor den Worten. Es reicht nicht, aus einem Meter Abstand zu sagen „Ich liebe dich“. Das Kind muss das auch körperlich spüren. Und es reicht genauso wenig, Moral zu predigen. Da lernen Kinder nur predigen. Es kommt darauf an, das zugrundeliegende praktische Tun mit Unterstützung und Konsequenz bis zu einem guten Ende zu führen.
8. Kinder brauchen „Gestalten“ für ihre Gefühle, das sind vor allem Worte aber auch körpersprachliche Ausdrücke. Nur wenn ihre Eltern ihnen das vormachen, können sie sich selbst verstehen.
9. Kinder brauchen Strafe, wenn sie absichtlich, aus Faulheit und Eigennutz die Interessen und Bedürfnisse ihrer Mitmenschen missachten. Das lässt die Welt nicht durchgehen, sie ist unbarmherzig und gnadenlos. Da ist es besser, die Eltern strafen vorher pädagogisch kontrolliert in und mit Liebe.
Auf der Rückseite des Buches steht:
„Kinder brauchen Führung. Das ist mehr als Grenzen zusetzen.
Ralf Hickethier möchte die Eltern ermutigen, selbst- und ‚standesbewusst’ zu ihrer sozialen Position in der Familie zu stehen: Sie sind die ersten und wichtigsten Erzieher ihrer Kinder. Dieses Bewusstsein und die Liebe zu ihren Kindern und der Welt ermöglichen es Mutter oder Vater immer wieder neu, selbst die richtigen Antworten auf die vielen Fragen des Alltags zu finden. Er zeigt dies an Beispielen.“
Ralf Hickethier: Erziehen? Aber ja!, edition Sächsische Zeitung, 8,90 Euro, 112 Seiten, 1. Auflage September 2008, ISBN 978-3938325-52-0
Kauf oder Bestellungen sind möglich
Wenn Sie es wünschen, schicke ich Ihnen die Bücher auch gern handsigniert.
Ab 01.02.2008 ist mein Büro für die Verkehrspsychologische und die Erziehungsberatung im Osten von Leipzig, in Leipzig-Anger-Crottendorf:
Saarbrückenstraße 2, 04318 Leipzig, 3. Etage.
Es ist gut zu erreichen vom Hauptbahnhof aus mit der S-Bahn bis zum Bahnhof Anger-Crottendorf (8 Minuten) oder mit den Bussen der Linie 72 und 73 (Richtung Paunsdorf), Haltestelle S-Bahnhof Anger-Crottendorf.
Anmeldung erforderlich: RalfHickethier@web.de (bitte nutzen Sie diesen Weg der Kontaktaufnahme oder Fax: 0341- 357 370 9)
Tel. 0341-56 56 141 (nur im Notfall)
Mobil: 0176 6000 82 37 (vor allem bei Schwierigkeiten, den Beratungsort zu finden, oder bei kurzfristigen Terminänderungen)
Bitte kalkulieren Sie für 30 Minuten Kosten in Höhe von 30 Euro ein.
Letzte Aktualisierung: 08.03.2010